Re: Apfelbäumchen-Gedanken von Heinz Boente


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Abgeschickt von Helmut Pfeifer am 20 Juni, 2012 um 18:40:33

Antwort auf: Re: Apfelbäumchen-Gedanken von Heinz Boente von Walter Keil am 16 Juni, 2012 um 12:40:13:

: Hallo Herr Keil,

Danke für Ihren interessanten Beitrag.

Ich vertrete schon die Meinung von HvD`s entwickeltem Mittelpunktwahns demzufolge der Mensch die Handlung eines Theaterstücks bestimmt und der Rest der Lebewesen nur die Statistenrolle zukommt.
Dies wird augenscheinlich in der Art wie der Mensch in egoistischerweise mit der Natur umgeht und an ihr Raubbau begeht. Keine Art wie der Mensch hat im bisherigen Verlauf der Evolution das Aussterben anderer Arten in so massiver Weise bewirkt. Das ist eine Tatsache und findet deshalb statt, weil der Mensch glaubt, tun und lassen zu können wie er es für richtig befindet. Ich gebe Ihnen schon recht, dass der Mensch aufgrund seiner geistigen Fähigkeiten den Anspruch auf leadership in dieser Welt beansprucht, aber nicht so wie er es bisher getan hat und leider weiter tun wird. Warum das so ist bzw. sein wird, hat Herr Boente in seinen Gedanken über das "Apfelbäumchen" dargelegt, welche ich in Auszügen letztens wiedergegeben habe. Es fehlt eben der Weitblick und der gute Wille bei den wirtschaftlichen und politischen Eliten. So oder so ähnlich könnte man die derzeitige Situation beschreiben.
Auch bezüglich der Bevölkerungssituation bin ich nicht Ihrer Meinung, dass nämlich die Erde in unbegrenzter Weise für alle Platz haben müsse. Natürlich könnte man durch solidarische und bessere Umverteilung die Not vieler Menschen lindern, aber in unbegrenzter Weise ist das nicht zu bewältigen. Wir können uns ein Beispiel an Tieren nehmen, welche instinktiv Ihre Nachkommen vermindern, sobald das Nahrungsangebot sinkt.
Wie man jetzt an der katastrophalen Situation in der so genannten Sahelzone in Afrika sieht, leben in dieser Region staatenübergreifend viel zu viele Menschen. Man weiß seit langem, dass hier oft Dürren herrschen und auch durch Mißwirtschaft jeglicher Art Hungerkatastrophen ausgelöst werden, wobei Kinder die hauptsächlichen Opfer sind. Man setzt sie trotzdem in großer Zahl in die Welt, obwohl man weiß, dass viele nicht überleben werden und man Ihnen so nichts Gutes tut!

Zuletzt möchte ich Ihnen zustimmen, was die Stellung Herrn Boentes gegenüber der Religion betrifft. In dieser Hinsicht hat er die notwendige Sachlichkeit bzw. Fairnis teilweise vermissen lassen, weil er in seiner Kritik zu Sarkamus und Abschätzigkeit geneigt hat. Dies vielleicht auch darum, weil er wußte, offensichtliche Mißstände in der "Amtskirche" nicht ändern zu können. Diese hat es jedoch verstanden, durch Verträge (Konkordate) ihre Stellung im Staat institutionalisieren zu lassen. Die Kirche, wie z.B. in Österreich, ist also nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine politische Institution. Als Beispiel möchte ich anführen, dass der größte private Schulerhalter in Österreich die Kirche ist. Meine Frau hat mich darauf hingewiesen, weil sie auch in solch einer privaten Schule tätig war. Man muss aber feststellen, dass private Schulen einen sehr guten Ruf haben, weil sie ausgezeichnete Qualität bieten.

Mit freundlichen Grüßen


Helmut Pfeifer





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