Re: Außenseitermeinung über Hoimar von Ditfurth


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Abgeschickt von Walter Keil am 25 Juli, 2011 um 10:45:46

Antwort auf: Außenseitermeinung über Hoimar von Ditfurth von Peter Niemann am 21 Juli, 2011 um 21:15:55:

Hallo Herr Niemann,
es ist schön, dass Sie sich hier zu Wort melden.
Das Forum kann eine Belebung vertragen.
Wie ich hier entnehme, hat Sie HvD auch beeinflusst und ich meine auch seine Grundlagenarbeit zur Ökologie ist auch heute noch von gewisser Bedeutung.

Er war ja wohl der einzige Wissenschaftsjournalist und Autor, der den Blickwinkel der Einheit aller Dinge (Alles ist von allem abhängig und alles es schreitet fort, entwickelt sich. Ökologisch auch: es holt uns alles ein)
Das hat er so nicht klar formuliert, aber eigentlich immer wieder in anderer Form bestätigt. So z.Bsp. meinte er, dass kein Gebiet und kein Wissensgebiet irgendwie wie isoliert ist. Und: die Entdeckung der Evolution wird die größte geistige Wende auslösen.
Dabei hat er sicher die eine oder andere Formulierung gebraucht, die wir eher schlecht einordnen können.

Zum Thema Musikempfinden und allgemeine Wahrnehmung der Wirklichkeit. Hier haben wir sicherlich noch große Rätsel vor uns, die, so sehe ich dass, auch durch die moderne Hirnforschung nicht wesentlich aufgeklärt werden.
Da ist die Rolle der Wellennatur von Licht- und Tonstrukturen einerseits und die Wellennatur der Hirnarbeit andererseits. Das findet bis heute keinen Platz in der wissenschaftlichen Beschreibung unserer Wahrnehmung.
Ihr Satz "Musik gefällt uns, aus dem gleichen Grund, aus uns das Essen schmeckt" ist sicherlich nicht falsch, aber so wie er da steht
erklärt er irgendwie nicht viel.
Da wir durch den unterbewusst ablaufenden Stoffwechsel ständig erzeugt werden, geht es beim Essen im Wesentlichen um die materielle Realisation nach genetischen Bauplänen.

Während Musik ein geistiges Phänomen ist. Als Musiker ist mir klar, dass es sich um eine Form spielerischer analoger Mathematik handelt, die in Form akustischer Strukturen unseren Bedarf an Schönheit und Wohlbefinden in Teilen abdecken kann. (analoge Mathematik auf der Basis von Wellen und Kräften)

Zur Zwillingsforschung:
Da haben Sie sich wohl noch nicht so informiert.
Das was HvD so beschreibt ist weiterhin ein Thema, auch im Internet. Hier gibt es unglaubliche Beobachtungen.
Ich denke oft, dass sich in der Bevölkerung eine
Hochachtung vor der Wissenschaft aufgebaut hat, die die Erwartungen daraus nicht erfüllen kann.
Fundamentale Rätsel sind allgegenwärtig und werden nicht angemessen heraus gestellt.
Eine unglaubliche Selbstbeweihräucherung ist hie und da unter den Wissenschaftlern zu beobachten.

Das basiert in meinen Augen irgendwie auf dem Standpunkt der sogenannten Skeptiker, die ja keine wirklichen Skeptiker sind, sondern glaubende Gott-Ablehner, der ein Standpunkt ist, der ständig den Begriff "Natur" und "natürlich" benützt. Als gäbe es sicher kein "Dahinter"
So betreiben zwar auch Skeptiker im besten Sinne "Metaphysik" - also eine Suche nach Erklärungen im Bereich hinter unseren Zugriffsmöglichkeiten - aber immer unter dem Vorbehalt, dass es nichts mit Gott oder Religion zu tun hat. (Wobei Gott von Ihnen nicht definiert wird) Die dabei beanspruchte Sicherheit ihrer Einschätzungen ist nach meiner Meinung, durch die Fakten nicht gedeckt.
Siehe u.a. Cern und die Suche nach dem Higgs Teilchen. Was viele Milliarden kostet und sich zu einer Gefahr auswachsen kann.

Soviel für heute.
Mit freundlichen Grüßen
Walter Keil

Meine evolutionsphilosophische Website:
www.walterkeil.de




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